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Creditreform seit 1879 - Zahlen, Daten, FaktenDer Verein Creditreform entstand aus dem Gedanken, die Schwierigkeiten und Missstände im gewerblichen Zahlungswesen zu beseitigen und das Kreditwesen zu reformieren.
1883: Die inzwischen 15 Vereine Creditreform gründen eine Zentrale, den "Verband der Vereine Creditreform" (VVC). 1928: Angaben zu Jahresumsatz, Anzahl der Beschäftigten und Kapitalausstattung machen aus der Informationssammlung eine Kreditprüfung. Anfang der 1930er Jahre: Der VVC führt als erste Wirtschaftsauskunftei ein einheitliches Auskunftsschema ein. 1934: Telefonische Auskünfte bei kleinen Kreditforderungen bis 200 Reichsmark sind möglich. 1945: Die zerstörten Netzwerke mit dem Ausland werden neu geknüpft. Zusammenschluss von 18 Kreditschutzorganisationen aus 14 europäischen Ländern zur 'Föderation Europäischer Creditschutzorganisation' (FECRO), heute unter der englischen Abkürzung "FEBIS" (Federation of Business Information Service) bekannt. Juni 1948: Nach der Währungsreform steigt der Bedarf nach Wirtschaftsauskünften. 550 Mitarbeiter betreuen rund 26.000 Mitglieder bei einem Gesamtumsatz von etwa 4 Mill. Mark. 31. August 1948: Gründung der neuen Creditreform Zentralverwaltung in Neuss (Verlegung aus Leipzig). Ende der 1960er: Bedingt durch das wirtschaftliche unsichere und komplexere Umfeld muss Creditreform sich neuen Konkurrenten, Verfahren, Kapitalanforderungen und Kunden stellen. 1973: Der "Ölpreisschock" und das Ende der festen Wechselkurse im internationalen Zahlungsverkehr (Bretton Woods) beenden den lang anhaltenden Nachkriegsboom. Creditreform setzt sich drei Ziele:
Juni 1974: Alle Vereine Creditreform haben einen eigenen Fernschreiber. Creditreform verfügt damit als einzige Wirtschaftsauskunftei in Europa über ein vollständiges Fernschreibnetz. 1975/76: Creditreform übernimmt die Marktführerschaft vom bisher größeren Wettbewerber Schimmelpfeng. 1979: Beschluss des Vorstands, auf elektronische Datenverarbeitung umzustellen. Die EDV-Umstellung bedeutet, dass 108 lokal gepflegte Archive auf elektronische Datenbanken umgestellt werden und zur Verfügung stehen müssen. 1990: Nach dem Fall der Mauer werden 16 Geschäftsstellen in Ostdeutschland gegründet, die Daten sammeln, Auskünfte erteilen und die Gründung von Vereinen und Betriebsgesellschaften vorbereiten. Zu Beginn der 90er Jahre sind in der Creditreform-Wirtschaftsdatenbank (der weltgrößten Datenbank über deutsche Unternehmen) 9,6 Millionen Datensätze über 2,2 Millionen Unternehmen enthalten. 1990: 21 Prozent aller Wirtschaftsauskünfte werden online erteilt, 1992 bereits rund 30 Prozent der mehr als 7 Millionen erteilten Auskünfte, 1995 sind 50 Prozent erreicht. 1994/95: Creditreform baut erfolgreich seine Kontakte zu den osteuropäischen Ländern aus. 1999: Creditreform öffnet den Internetzugang zur Datenbank. 1999 wird Thomas Glatzel vom VC Bochum Präsident und Vorsitzender des Gesamtvorstandes des VVC. Ende der 1990er: Gründung einer eigenen Management Akademie durch den VVC. 2002: Gründung der Creditreform AG als Dachverband für alle unternehmerischen Aktivitäten. Anteilseigner der Aktiengesellschaft sind zu 90 Prozent die lokalen Creditreform-Betriebsgesellschaften und zu 10 Prozent der VVC. Unter dem großen Dach der AG werden die Tochterunternehmen gebündelt:
2003: Von 130 Vereinen Creditreform in den alten und neuen Bundesländern werden 128.500 Mitgliedsunternehmen betreut. Die Zahl der Wirtschaftsauskünfte ist 2,5 mal so groß wie 1990, ebenso die Zahl der Inkasso-Mandate. Von 1990 bis 2003 klettern die Umsätze der Organisation von 139 Millionen Euro auf 397 Millionen Euro - fast eine Verdreifachung. Die ganze Creditreform-Gruppe - einschließlich Creditreform International und der in der Creditreform-AG - erwirtschaftet einen Umsatz von 435 Millionen Euro. 2004: Die Creditreform-Unternehmensgruppe feiert ihr 125-jähriges Firmenjubiläum. |
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125 Jahre Creditreform