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Wirtschaftslage Mittelstand in Österreich, Herbst 2006Mittelstand im Aufwind - aber keine Auswirkungen auf die Liquidität
Noch deutlicher als die Stimmungslage hat sich der Umsatz im österreichischen Mittelstand verbessert: Die Zahl der Betriebe, die auf steigende Umsätze verweisen können, stieg um ganze 10,9 Prozentpunkte auf 47,4 Prozent. Umsatzeinbußen hatten dagegen nur 12,8 Prozent hinzunehmen. Letztes Jahr war es noch knapp jedes fünfte Unternehmen (19,8 Prozent).
Die guten Ergebnisse haben auch Auswirkungen auf die Personalsituation, die Betriebe schaffen zusehends mehr Stellen. 30,2 Prozent gaben in der Befragung an, mehr Personal eingestellt zu haben - das entspricht einem Anstieg um 9 Prozentpunkte. 14,8 Prozent mussten sich von Mitarbeitern trennen - im letzten Herbst waren es noch 18,6 Prozent. Den deutlichsten Sprung in punkto Personalbestand vollzogen die Betriebe aus dem Handel. Der Personalsaldo dieser Branche stieg im Jahresverlauf von minus 12,3 Prozent auf jetzt plus 17,4 Prozent an.
Im Herbst 2005 erwartete jedes vierte Unternehmen (25,3 Prozent) Ertragssteigerungen innerhalb der kommenden sechs Monate. Heuer sind es schon 39,0 Prozent. Sinkende Gewinne befürchten nur noch 18,1 Prozent. Zum Vergleich: Im Herbst 2005 waren es noch mehr als zehn Prozentpunkte mehr (28,5 Prozent). Im Handel finden sich die meisten Betriebe, die auf mehr Gewinn setzen: 45,3 Prozent der Unternehmen dieser Branche erwarten steigende Erträge (Vorjahr: 24,6 Prozent), nur noch jedes fünfte Unternehmen (19,4 Prozent) rechnet mit Gewinneinbußen. Vor einem Jahr waren es noch 30,3 Prozent.
Investitionen ziehen an
Kunden zahlen langsamer Firmen haben mehr Eigenkapital
Creditreform wollte wissen, was geschehen muss, um die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen nachhaltig zu steigern. Die eindeutige Antwort von 81,7 Prozent der Befragten lautete: Senkung der Lohnnebenkosten. Auf Platz zwei steht die Verbesserung der steuerlichen Förderung der Eigenkapitalbildung mit 67,0 Prozent, gefolgt von der Wiedereinführung der Investitionsbegünstigungen mit 59,8 Prozent.
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