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Wirtschaftslage Mittelstand in Österreich, Herbst 2005

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Kleine und mittlere Betriebe enttäuschen - Umsätze und Investitionen sind rückläufig

Stimmung gedrückt
Die Bewertungen zur Geschäftslage sind das Stimmungsbarometer des österreichischen Mittelstandes: Gute Noten vergaben 46,1 Prozent der Befragten – binnen Jahresfrist ein Rückgang um 9,7 Prozentpunkte. Mehr als jedes zehnte Unternehmen (11,9 Prozent; Vorjahr: 6,4 Prozent) urteilt dagegen mit mangelhaft oder ungenügend.

Wilage Mit OE Herbst 05 Abb1

Fallende Erträge
Nur noch jedes fünfte Unternehmen in Österreich kann auf gestiegene Erträge blicken (20,6 Prozent; Vorjahr: 28,4 Prozent). Ein Drittel der Befragten musste rückläufige Gewinne verkraften (33,3 Prozent; Vorjahr: 25,2 Prozent). Am häufigsten trifft es den Einzelhandel: Lediglich 12,3 Prozent der Unternehmen dieses Wirtschaftsbereichs konnten steigende Erträge verbuchen.

Wilage Mit OE Herbst 05 Abb2

Erweiterungsinvestitionen gehen zurück
Knapp die Hälfte der befragten Mittelständler (49,9 Prozent) möchte investieren (Vorjahr: 62,1 Prozent). Leider werden die geplanten Investitionen mehrheitlich für den Ersatz alter Maschinen und Anlagen eingesetzt (59,0 Prozent; Vorjahr: 62,8 Prozent). Die konjunktursensiblen Erweiterungsinvestitionen verzeichnen hingegen einen Rückgang um 0,8 Prozentpunkte.

Wilage Mit OE Herbst 05 Abb3

Keine Belebung des Arbeitsmarktes
Für das kommende Halbjahr sind vom österreichischen Mittelstand keine Impulse in Sachen Arbeitsplätze zu erwarten: Nur noch 12,4 Prozent (Vorjahr: 17,6 Prozent) der Befragten wollen Neueinstellungen vornehmen. Immerhin zwei Drittel (66,4 Prozent) planen, ihren Personalbestand nicht zu verändern. Knapp jedes fünfte Unternehmen (19,9 Prozent; Vorjahr: 18,1 Prozent) wird sich von Mitarbeitern trennen.

Wilage Mit OE Herbst 05 Abb4

Fast jeder dritte Betrieb ist unterkapitalisiert
Eigenkapital kann in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine wichtige Pufferfunktion zur Erhaltung der Liquidität übernehmen. Eine Eigenkapitaldecke von mehr als 30 Prozent im Verhältnis zur Bilanzsumme wird gemeinhin als solide erachtet. 27,1 Prozent der österreichischen Mittelständler verfügen über eine solch stabile Eigenkapitaldecke (Vorjahr: 31,2 Prozent). Unterkapitalisiert (weniger als 10 Prozent Eigenkapital) sind hingegen 31,2 Prozent der Befragten – binnen Jahresfrist wuchs dieser Anteil um 3,8 Prozentpunkte.

Wilage Mit OE Herbst 05 Abb5

Keine Besserung in Sicht
Die österreichischen Mittelständler geben sich skeptisch, was die nahe Zukunft ihrer Unternehmen angeht: Nur noch jedes vierte Unternehmen (25,3 Prozent; Vorjahr: 35,7 Prozent) rechnet mit Ertragssteigerungen, aber 28,5 Prozent befürchten Rückgänge. Vor einem Jahr waren es lediglich 20,5 Prozent der Befragten.

Wilage Mit OE Herbst 05 Abb6

Große Unternehmen können eher in Erweiterung investieren
Für kleine Mittelständler gelten andere Marktbedingungen als für große, international agierende mittelständische Unternehmen. Dennoch fallen die Unterschiede bei den Investitionsarten relativ gering aus. Allerdings sehen sich mehr große Unternehmen in der Lage, Erweiterungsinvestitionen vorzunehmen (groß: 46,5 Prozent; klein: 36,0 Prozent). Bei den Ersatzinvestitionen fällt der Unterschied hingegen nur marginal aus (groß: 59,2 Prozent; klein: 56,0 Prozent).

Wilage Mit OE Herbst 05 Abb7

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