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Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand, Herbst 2017

Bauboom und anziehende Exporte verleihen Mittelstandskonjunktur Flügel

Die Wirtschaftslage im deutschen Mittelstand ist weiterhin außerordentlich gut. Der Creditreform Geschäftskli-maindex (CGK) erreichte im Herbst 2017 mit 30,9 Punkten ein neues Allzeithoch (Herbst 2016: 24,9 Punkte). Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen wurden von den befragten Unternehmen günstiger eingeschätzt als vor einem Jahr. Der Creditreform Geschäftsklimaindex wird auf Basis einer Konjunkturumfrage mit 1.075 teilnehmenden Unternehmen mit maximal 500 Beschäftigten errechnet.

Ausschlaggebend für das positive Stimmungsbild im Mittelstand ist die anhaltend gute Konjunktur in Deutschland, die von Konsum und Bautätigkeit getragen wird. Da sich zudem die Exporte belebt haben, verbesserten sich vor allem im mittelständischen Verarbeitenden Gewerbe die Konjunkturdaten im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklungen hoben die aktuelle Stimmungslage noch einmal deutlich an.

Im Einzelnen zeigten sich bei Auftragseingängen und Umsätzen nochmals Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Vier von zehn Befragten (40,2 Prozent) berichteten von gestiegenen Auftragseingängen (Vorjahr: 35,3 Prozent). Eine rückläufige Auftragsentwicklung wurde nur vereinzelt gemeldet (9,0 Prozent; Vorjahr: 12,4 Prozent). Auch die Umsatzkurve im Mittelstand zeigt weiter nach oben. 42,2 Prozent der befragten Unternehmen verbuchten Zuwächse (Vorjahr: 41,1 Prozent) und fast jedes neunte Unternehmen (10,7 Prozent) hatte Umsatzeinbußen. Im mittelständischen Handel gab es allerdings häufiger als zuletzt Umsatzeinbußen.

Optimistische Erwartungen und steigende Preise

Die zukünftige Geschäftsentwicklung für die nächsten sechs Monate wird von den mittelständischen Unternehmen weiter optimistisch eingeschätzt. Der Anteil der Unternehmen, die mit Zuwächsen bei Aufträgen und Umsätzen rechnen, hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. So erwartet mittlerweile jedes dritte Unternehmen (33,4 Prozent) steigende Auftragseingänge (Vorjahr: 29,3 Prozent) und 39,8 Prozent der Befragten (Vorjahr: 34,3 Prozent) rechnen mit einem Umsatzplus. Zuversichtlicher als derzeit waren die Mittelständler in den letzten zehn Jahren noch nie.

Eine Folge der anhaltend guten Konjunktur sind allerdings steigende Angebotspreise. Fast drei von zehn Unternehmen (30,1 Prozent) haben im Verlauf der letzten sechs Monate die Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen angehoben. Vor allem die Baupreise sind den Angaben der Unternehmen zufolge gestiegen. Für die nächste Zeit sind weitere Preiserhöhungen angekündigt.
Personalbedarf und Investitionsausgaben steigen

Weiter gestiegen ist im Mittelstand der Personalbedarf. Jedes dritte Unternehmen (34,6 Prozent) beschäftigt mehr Personal als zu Jahresbeginn. Zum Teil wurde dadurch der typische Stellenabbau im Winterhalbjahr wieder aus-geglichen. Es dürften im Mittelstand aber auch zusätzliche Kapazitäten entstanden sein. Personal abgebaut haben lediglich 7,8 Prozent der Unternehmen. Anhaltend expansiv sind die Personalplanungen des Mittelstandes: 26,2 Prozent der Befragten (Vorjahr: 23,1 Prozent) wollen zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. Der geplante Beschäftigungsaufbau könnte aber an Grenzen stoßen, wenn das Arbeitsangebot, wie für bestimmte Berufe und Regionen bereits Tatsache, knapp wird.

Mit zunehmender Stabilität des Konjunkturaufschwungs ist auch die Investitionsbereitschaft im Mittelstand gestiegen. Gut die Hälfte der befragten Unternehmen (52,7 Pro-zent) plant zukünftig ein Investitionsvorhaben. Das ist der höchste Wert in den letzten zehn Jahren. Allerdings haben sich nur im Bau- und im Verarbeitenden Gewerbe die Investitionsabsichten erhöht.

Mehr Geld für den Mittelstand - verführerisches Fremdkapital?

Auch die Finanzlage im Mittelstand zeigt sich verbessert. Zum einen wird ein Plus bei den Erträgen gemeldet, zum anderen hat sich auch das Zahlungsverhalten der Kun-den weiter verbessert. Größere Forderungsausfälle wurden seltener gemeldet als in der Vergangenheit. Fast jeder dritte Befragte (31,2 Prozent) verbuchte gar keine Zahlungsausfälle - auch mit Unterstützung eines professionellen Forderungsmanagements.

Gleichzeitig haben die Unternehmen die derzeit günstigen Finanzierungsbedingungen genutzt und Investitionen sowie Anlage- und Umlaufvermögen vermehrt mit Fremdkapital finanziert. Infolgedessen entwickelten sich die Eigenkapitalquoten im Mittelstand nach Jahren stetiger Verbesserungen wieder leicht rückläufig. Von 29,9 auf 31,0 Prozent zugenommen hat der Anteil der Unternehmen, die eine niedrige Eigenkapitalquote von weniger als zehn Prozent aufweisen. Knapper ist die Eigenkapitaldecke im Dienstleistungsgewerbe geworden.

Noch knapp jedes dritte mittelständische Unternehmen (32,6 Prozent) gilt als eigenkapitalstark (Vorjahr: 33,5 Prozent). Dabei glänzt das Verarbeitende Gewerbe weiterhin mit hohen Eigenkapitalquoten.

Wirtschaftslage und Finanzierung im sächsischen Mittelstand, Herbst 2017

Schwächeanfall im sächsischen Mittelstand

Die Geschäftslage im sächsischen Mittelstand hat sich im Jahresverlauf 2017 eingetrübt. Der Creditreform Geschäftsklimaindex (CGK) liegt mit aktuell 14,1 Punkten deutlich unter dem Vorjahresstand (Herbst 2016: 20,5 Punkte) sowie auch deutlich unter dem bundesweiten Wert (30,9 Punkte). Sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen wurden von den befragten Unternehmen nicht mehr so günstiger eingeschätzt wie vor einem Jahr. Der Creditreform Geschäftsklimaindex wird auf Basis einer Konjunkturumfrage unter kleinen und mittleren Unternehmen ermittelt.

Vor allem Handel und Dienstleistungsgewerbe in Sachsen meldeten diesmal schlechtere Konjunkturdaten. Gut läuft es dagegen nach wie vor im Baugewerbe.

Der Konjunkturdämpfer im sächsischen Mittelstand offenbart sich in den Auftragseingängen und auch in der Umsatzentwicklung. Nur noch 26,1 Prozent der Befragten (Vorjahr: 32,2 Prozent) konnten mehr Aufträge verbuchen. Bei der Mehrzahl der Unternehmen (60,9 Prozent) hat sich die Auftragslage weder zum Guten noch zum Schlechten verändert. Umsatzsteigerungen erzielten lediglich 29,0 Prozent der mittelständischen Unternehmen; das sind erheblich weniger als noch im Vorjahr (40,2 Prozent). Gut jeder Neunte (11,6 Prozent) musste Umsatzeinbußen hinnehmen (Vorjahr: 12,6 Prozent).

Zurückhaltende Konjunkturaussichten...

Die weiteren Konjunkturaussichten beurteilten die Unternehmen aus dem Freistaat zurückhaltender als im vergangenen Herbst. Der Anteil der Unternehmen, die mit steigenden Auftragseingängen rechnen, hat sich von 28,7 auf 8,7 Prozent verringert. Mehrheitlich wird von den Unternehmen eine stabile Auftragslage erwartet (84,1 Pro-zent der Befragten). Immerhin noch jedes vierte Unternehmen (24,6 Prozent) erwartet im nächsten Halbjahr ein Umsatzplus. Vor einem Jahr zeigte sich noch gut jeder Dritte (34,5 Prozent) optimistisch. Mit tatsächlichen Umsatzeinbußen rechnen aber nur wenige (7,2 Prozent der Befragten; Vorjahr: 13,8 Prozent).

Die Kunden der mittelständischen Unternehmen werden sich auf höhere Preise für die Produkte und Dienstleistungen einstellen müssen. 27,5 Prozent der befragten Unternehmen wollen die Preise in den nächsten sechs Monaten anheben. Preissenkungen sind so gut wie nicht geplant (2,9 Prozent).

...trotzdem steigen die Investitionsausgaben

Höher als im Vorjahr ist aber der Anteil der Unternehmen, die Investitionen planen. 63,8 Prozent der Befragten wollen zukünftig investieren (Vorjahr: 52,9 Prozent). Vor allem das Baugewerbe und auch das Verarbeitende Gewerbe haben höhere Investitionsausgaben vor-gesehen.

Beim Personal zeigte der sächsische Mittelstand zuletzt einen höheren Bedarf: 20,3 Prozent der Unternehmen haben seit Jahresbeginn die Zahl der Mitarbeiter aufgestockt. In der letztjährigen Umfrage war der Anteil ähnlich hoch (21,8 Prozent). Einen Stellenabbau gab es nur bei wenigen Unternehmen (5,8 Prozent; Vorjahr: 8,0 Prozent). Und die Kapazitäten im Mittelstand dürften weiter steigen: So gaben 20,3 Prozent der Befragten an, zusätzliche Arbeitskräfte einstellen zu wollen (Vorjahr: 19,5 Prozent). Der geplante Beschäftigungsaufbau könnte aber an Grenzen stoßen, wenn das Arbeitsangebot, wie für bestimmte Berufe und Regionen bereits Tatsache, knapp wird.

Mehr Eigenkapital im Mittelstand

Gut entwickelt hat sich indes die Ertragslage im Mittelstand. 26,1 Prozent der Befragten (Vorjahr: 26,4 Prozent) berichteten von gestiegenen Gewinnen - Einbußen verzeichneten 13,0 Prozent der Unternehmen (Vorjahr: 9,2 Prozent). Zugute kommt den Unternehmen, dass es derzeit kaum Probleme mit dem Zahlungsverhalten der Kunden gibt. Mehr als jeder dritte Befragte (36,2 Prozent; Vorjahr: 39,1 Prozent) verbuchte gar keine Zahlungsausfälle. Mehrheitlich waren kleinere Forderungsausfälle zu verkraften.

Infolgedessen verbesserten sich die Eigenkapitalquoten im sächsischen Mittelstand. Der Anteil der Unternehmen, die eine niedrige Eigenkapitalquote von weniger als zehn Prozent aufwiesen, hat sich von 26,4 auf 24,6 Prozent leicht verringert. 39,1 Prozent (Vorjahr: 27,6 Prozent) der Unternehmen besitzen mittlerweile eine solide Eigenkapitaldecke und gelten als eigenkapitalstark (Eigenkapitalquote über 30 Prozent). Vor allem im Baugewerbe verbesserten sich die Eigenkapitalquoten.

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