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ZEW Branchenreport 04/2008

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Dienstleister der Informationsgesellschaft:
Wirtschaftliche Lage leicht verbessert

Die wirtschaftliche Situation der Unternehmen im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft hat sich im vierten Quartal 2008 leicht erholt. Der ZEW-IDI, Stimmungsindikator für diesen Wirtschaftszweig, steigt um 1,8 Punkte auf 54,1 Punkte.

„Dies ist vor allem auf die stabile Umsatz- und Nachfragelage im vierten Quartal 2008 zurückzuführen." sagt Jenny Meyer, Wissenschaftlerin am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim.

Der Anteil der Unternehmen, die von erhöhten Umsätzen berichten, hat im Vergleich zum Vorquartal zwar leicht abgenommen, jedoch ist der Anteil der Unternehmen bei denen der Umsatz unverändert war, deutlich gestiegen. Der Anteil der Unternehmen, die im vierten Quartal 2008 eine erhöhte oder unveränderte Nachfrage melden, ist im Vergleich zum dritten Quartal 2008 gestiegen. Daher steigt der Teilindikator des ZEW-IDI, der die Bewertung der aktuellen Geschäftslage wiederspiegelt, im vierten Quartal 2008 um 5,1 Punkte auf 56,3 Punkte.

Die Erwartungen für das erste Quartal 2009 haben sich geringfügig verschlechtert. Der entsprechende Teilindikator des ZEW-IDI sinkt um 1,4 Punkte auf 52,1 Punkte.

Dies ist das Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit Creditreform im November und Dezember 2008 durchgeführt hat.

Beim Blick auf die Einzelbranchen des Wirtschaftszweigs zeigt sich ein differenzierteres konjunkturelles Bild:

Die technischen Berater und Planer und die Unternehmen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage im Vergleich zum dritten Quartal 2008 positiver. Der Anteil der technischen Berater und Planer, die im vierten Quartal 2008 steigende Umsätze und eine steigende Nachfrage melden sowie Personal eingestellt haben, ist im Vergleich zum Vorquartal gestiegen. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichten von steigenden Umsätzen.

Weniger günstig als im Vorquartal, aber dennoch stabil bewerten die Unternehmen der Branche Software und IT-Dienste sowie die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer ihre wirtschaftliche Lage. Der Anteil der Unternehmen, die steigende Umsätze und eine steigende Nachfrage melden, ist zwar im vierten Quartal 2008 gesunken, jedoch ist der Anteil der Unternehmen, die von unverändertem Umsatz und unveränderter Nachfrage berichten, gestiegen. Die Mehrheit dieser Unternehmen erwartet für das erste Quartal 2009 eine beständige Entwicklung.

Die IKT-Händler hingegen bewerten ihre Situation negativ. Knapp die Hälfte von ihnen berichtet im vierten Quartal 2008 von sinkenden Umsätzen. Der Anteil der Unternehmen, die sinkende Erträge und eine rückläufige Nachfrage melden, ist ebenfalls gestiegen und liegt bei jeweils knapp 40 Prozent.

Die Erwartungen der Architekten für das erste Quartal 2009 sind düster. Sie erwarten mehrheitlich eine rückläufige Nachfrage. Dies spiegelt auch der Arbeitsmarkt in diesem Bereich wieder. Zwar will etwa die Hälfte der Architekten keine Arbeitsplätze abbauen, nichtsdestotrotz planen rund zwei Fünftel der Architekten im ersten Quartal 2009 Personal zu entlassen.

Der komplette Branchenreport mit Grafiken steht rechts oben zum Download für Sie zur Verfügung.


Zusatzinformation zum ZEW-IDI:
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen (jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100 annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.

Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung des ZEW-IDI finden Sie auf der Homepage des ZEW.

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