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Das Sachsenbarometer steigt weiter

Jeder zweite Mittelständler will investieren. Dabei sind Dienstleister vorn.

Sachsenbarometer 09/2009

Dresden. Der Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist laut Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung im September erneut gestiegen. Auch in Sachsen setzte sich die Aufhellung des Geschäftsklimas fort. Während die Lage von den Unternehmen noch immer überwiegend als „schlecht" beurteilt wird, halten sich bei den Aussichten die optimistischen und die pessimistischen Stimmen in etwa die Waage.

Verarbeitendes Gewerbe: Lage weniger kritisch
Die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe Sachsens haben ihre Lage im Vergleich zum vorigen Monat weniger kritisch beurteilt. Der zukünftigen Geschäftsentwicklung blickten sie insgesamt mit etwas mehr Zuversicht entgegen. Die Absatzmöglichkeiten auf den ausländischen Märkten wurden allerdings etwas verhaltener beurteilt. Dies könnte im Zusammenhang mit der jüngsten Aufwertung des Euro-Wechselkurses stehen - damit sinkt tendenziell die Wettbewerbsfähigkeit der inländischen Güter.

Bauhauptgewerbe: Leichte Klimaeintrübung
Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima entgegen dem allgemeinen Trend leicht eingetrübt. Die durchschnittliche Geräteauslastung lag im September bei knapp 72 Prozent und damit um rund zwei Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum vorigen Jahr mit damals 71 Prozent war jedoch abermals ein Anstieg zu verzeichnen. Die Baupreise dürften den Meldungen zufolge in den nächsten Monaten etwas stärker unter Druck stehen.

Handel: Aussichten hellen sich weiter auf

Im sächsischen Handel hat der Pessimismus in Hinblick auf die Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate weiter nachgelassen. Entscheidend für den weiteren Verlauf der Handelskonjunktur dürfte vor allem die künftige Situation auf dem Arbeitsmarkt sein. Ein stärkerer Anstieg der Arbeitslosenzahl könnte in den konsumnahen Handelsgruppen zu einem deutlichen Nachfragerückgang führen.

Investitionen: Mehr Bereitschaft zu erkennen
Die Umsatzerwartungen im Mittelstand beginnen sich aufzuhellen. Gut 28 Prozent der von Creditreform befragten Unternehmen im Freistaat rechnen mit mehr Umsatz in den kommenden sechs Monaten. 22 Prozent sind pessimistisch. Auch die steigende Investitionsbereitschaft deutet auf ein Ende der Rezession hin: Gut jeder zweite Mittelständler plant eine Investition. Im Dienstleistungssektor sind es 72 Prozent, auf dem Bau 61.



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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