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Startseite » Sachsenbarometer »Sachsenbarometer 04/2009 - Wirtschaftslage Mittelstand

Das Sachsenbarometer steigt

  • Das Geschäftsklima hellt sich im April etwas auf

  • Konjunkturpakete nähren Hoffnung im Baugewerbe

  • Vor allem das verarbeitende Gewerbe streicht Stellen

Sachsenbarometer 04/2009

Dresden. Nach einem Rückgang im Vormonat ist der Ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im April leicht gestiegen. Er befindet sich allerdings noch immer auf einem sehr niedrigen Niveau und deutet damit weiterhin auf einen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion hin. In Sachsens Wirtschaft hat sich das Geschäftsklima ebenfalls etwas aufgehellt. Die Reihen des Sachsenbarometers tendieren bereits seit einigen Monaten nach oben.

Bau: Auslastung nimmt zu
Die Unternehmen im Bauhauptgewerbe haben im Vergleich zum Vormonat weniger oft über witterungsbedingte Behinderungen berichtet. Die mittlere Geräteauslastung ist nach der Winterpause deutlich gestiegen. Sie lag im Tiefbau bei 81 und im Hochbau bei 67 Prozent. Die Bauunternehmen blickten zuletzt mit etwas mehr Zuversicht in die Zukunft. Demnächst dürften einige aus den Mitteln der Konjunkturpakete geförderte Projekte umgesetzt werden.

Industrie: Zuversicht wächst
Im verarbeitenden Gewerbe lag die durchschnittliche Kapazitätsauslastung im vergangenen Monat saisonbereinigt bei 74 Prozent und damit ähnlich hoch wie zu Beginn des Jahres. Die sächsischen Unternehmen blickten der aktuellen Lage und dem zukünftigen Geschäftsverlauf insgesamt etwas weniger pessimistisch entgegen als bei der vorangegangenen Erhebung. Angesichts der geld- und fiskalpolitischen
Maßnahmen, die weltweit von vielen Zentralbanken und Regierungen ergriffen wurden, wird eine Verbesserung des makroökonomischen Umfelds erwartet.

Handel: Lagerbestand sinkt
Die Umfrageteilnehmer im sächsischen Groß- und Einzelhandel haben ihre Geschäfts- und Umsatzlage im Vormonatsvergleich insgesamt etwas weniger ungünstig beurteilt. Zudem wurden die Lagerbestände tendenziell weniger häufig mit „zu groß" beurteilt.

Jobs: Jeder Fünfte baut ab
Die Wirtschaftskrise zwingt die sächsischen Unternehmen zu ersten Entlassungen. Gut ein Fünftel der Betriebe (22 Prozent) hat den Personalbestand schon verringern müssen. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe werden massiv Stellen abgebaut. Soweit es geht, versuchen die Unternehmen im Freistaat aber ihre Fachkräfte zu halten. Zwei Drittel der Betriebe haben in den zurückliegenden Monaten weder entlassen noch aufgestockt.



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

 

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