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Sachsens Firmen verlieren Optimismus

Die Konjunktur lässt auch im Freistaat nach. Zwei Prozent Wachstum sollen es dennoch werden.

Sachsenbarometer 07/2008

Dresden. Das Geschäftsklima in der Wirtschaft hat sich spürbar abgekühlt. Der Ifo-Index ist im Juli zum zweiten Mal in Folge gesunken. Auch das Sachsenbarometer schwächt sich ab. Derzeit tendieren alle Branchen nach unten. Ifo-Konjunkturexperte Gerit Vogt hält dennoch an seiner Wachstumsprognose fest: „Das sächsische Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um gut zwei Prozent zunehmen."

Die Kapazitäten im verarbeitenden Gewerbe des Freistaats sind derzeit nur noch zu 84 Prozent ausgelastet. Das Ifo-Institut vermutet als Gründe dafür hohe Energie- und Rohstoffpreise, den Euro-Wechselkurs, die schwächere Weltkonjunktur und die verminderte Inlandsnachfrage nach Investitionsgütern. Eine noch geringere Kapazitätsauslastung meldet der Bau: 76 Prozent. Es liegen einfach zu wenige Aufträge vor. Mitunter mangelt es jedoch auch an Material und Geld. Die Stimmung im Handel verschlechterte sich ebenfalls.

Zudem geht in Sachsen die Zahl der Existenzgründer zurück. Im ersten Halbjahr 2008 waren es nach Angaben der Wirtschaftsdatenverwalter von Creditreform gut zehn Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des vorigen Jahres. „Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die abnehmende Arbeitslosigkeit zurückzuführen", sagt Creditreform-Prokurist Thomas Schulz. „Das klingt paradox, aber Gründungen aus Arbeitslosigkeit erleben momentan einen Rückgang, da viele Betroffene wieder Stellen in abhängigen Beschäftigungsverhältnissen finden." Die Arbeitslosigkeit als „Push-Faktor" habe an Einfluss verloren. (SZ)



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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