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Achtbares Niveau

Die Euphorie in Sachsens Wirtschaft ist verflogen - schlechte Stimmung aber gibt es nicht.

Dresden.
Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung hat sich in der sächsischen Wirtschaft abgeschwächt. Die Klimaindikatoren befinden sich allerdings nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Grund ist die weiterhin dynamische Entwicklung der
Konjunktur.

Sachsenbarometer 02/2007

Verarbeitendes Gewerbe
Das verarbeitende Gewerbe in Sachsen sieht seine Geschäftslage unvermindert positiv. Der Auftragseingang dürfte insbesondere im Maschinenbau und der Chemie kräftig zugenommen haben. Die Exportchancen werden seit Jahresanfang allerdings etwas verhaltener beurteilt. Dem Statistischen Landesamt in Kamenz zufolge wuchs der Umsatz der Industrie von Dezember 2005 bis Dezember 2006 um fast 13 Prozent.

Bauhauptgewerbe
Das Geschäftsklima im Bau hat sich wieder eingetrübt. Die Geräteauslastung ist im Durchschnitt - offenbar infolge fehlender Aufträge - von 66 Prozent im Februar 2006 auf 57 Prozent zurückgegangen. Der Auftragsvorlauf reicht derzeit nur noch für 1,9 Monate.

Handel
Die Großhandelsfirmen beurteilen ihre Geschäftslage weniger günstig als zuletzt. Dessen ungeachtet berichten sie über steigende Umsätze und Verkaufspreise. Skeptischer ist der Einzelhandel - allerdings nicht, was die Perspektiven angeht. Die dämpfende Wirkung der Mehrwertsteuererhöhung scheint nur von kurzer Dauer zu sein.

Unternehmensnahe Dienstleister
Fast 60 Prozent der unternehmensnahen Dienstleister in Sachsen berichten von steigenden Umsätzen. Noch deutlicher zeigt sich das Konjunkturhoch bei den Erträgen: Ebenfalls fast 60 Prozent der Firmen gaben an, ihren Gewinn im vergangenen halben Jahr gesteigert zu haben. Vor einem Jahr waren das gerade einmal zwölf Prozent. Dieser Erfolg ließ die Betriebe mehr Personal einstellen. Allerdings: In die Zukunft schauen die Dienstleister nicht mehr so optimistisch. Nur noch ein Viertel rechnet mit steigenden Gewinnen. Auch mit Neueinstellungen halten sich die Firmenchefs im kommenden Halbjahr zurück: Nur noch 17,6 Prozent der Betriebe wollen den Personalbestand aufstocken.



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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