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Das Sachsenbarometer fällt weiter - ganz im deutschen Trend.

Dresden. Im April ist der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands zum dritten Mal in Folge zurückgegangen. In Sachsen sieht es nicht besser aus. Die im Frühjahr 2004 einsetzende Konjunkturerholung erfährt keine Fortsetzung - im Gegenteil.

Ihre Geschäftslage beurteilen nur noch gut 20 Prozent der befragten Unternehmen in Sachsen mit sehr gut oder gut. Im letzten Jahr waren es noch mehr als 27 Prozent. Dagegen stehen mehr als 31 Prozent, die die Noten mangelhaft und ungenügend verteilen - 23,5 Prozent mehr als im Frühjahr 2004 (acht Prozent).

Ähnlich verhält es sich mit den Angaben zum Umsatz: Konnte im letzten Frühjahr noch jedes fünfte Unternehmen (knapp 21 Prozent) auf Umsatzsteigerungen verweisen, sind es aktuell nur noch neun Prozent. Umsatzeinbußen muss hingegen mehr als jeder zweite Betrieb (rund 55 Prozent) verkraften, im Frühjahr 2004 waren es 43 Prozent.

Die Zukunftsaussichten der befragten Mittelständler haben sich ebenfalls eingetrübt, allerdings nicht so stark wie die Beurteilungen der aktuellen Lage. Gut 15 Prozent hoffen auf steigende Umsätze (Vorjahr: 16 Prozent) und 35 Prozent befürchten sinkende. Im Frühjahr 2004 waren es noch 21 Prozent.

Sachsenbarometer 04/2005

Industrie

Im verarbeitenden Gewerbe Sachsens wurde die aktuelle Geschäftslage nicht mehr ganz so günstig beurteilt wie in den letzten Monaten. Die Perspektiven für das nächste halbe Jahr haben sich allerdings aufgehellt. Im Maschinenbau hat sich das Geschäftsklima deutlich verbessert, im Verbrauchsgüter produzierenden Gewerbe jedoch nochmals verschlechtert. Die mittlere Geräteauslastung lag insgesamt bei 81 Prozent. Die Auftragsbestände reichten durchschnittlich für zweieinhalb Monate.

Bau

Im Bauhauptgewerbe wurden die Zukunftsaussichten in den letzten Monaten zunehmend optimistischer beurteilt. Maßgeblich hierfür dürften das nunmehr von der Bundesregierung verabschiedete Infrastrukturprogramm und die Hoffnung auf neue Aufträge sein. Die Lage wurde aber wieder häufiger als schlecht bezeichnet. Mit 65 Prozent lag die mittlere Geräteauslastung erneut unter Vorjahresniveau (73 Prozent). Die Auftragsreichweite verharrte bei zwei Monaten.

Handel

Die Großhandelsfirmen beurteilten ihre aktuelle Situation ebenfalls ungünstiger. Infolge sinkender Umsätze nahm der Lagerdruck offenbar weiter zu. Den Geschäftserwartungen zufolge dürfte sich die Lage in den nächsten Monaten jedoch wieder stabilisieren. Die Einzelhandelsfirmen konnten trotz der weiterhin angespannten Umsatzlage einen Teil der Lagerbestände abbauen. Zuletzt wurde häufiger über steigende Verkaufspreise berichtet.

Personal

Mehr Betriebe als vor einem Jahr konnten ihren Personalbestand vergrößern (16 Prozent im Vergleich zu 14,5 Prozent im Frühjahr 2004). Allerdings mussten sich deutlich mehr Betriebe von Mitarbeitern trennen. Fast 44 Prozent der Befragten geben aktuell an, den Personalbestand verkleinert zu haben. Im Vorjahreszeitraum waren es halb so viele (fast 22 Prozent).

Sachsenbarometer 04/2005

Investitionen

Einzig die Investitionsneigung der sächsischen Mittelständler gibt Anlass zur Hoffnung: 44,5 Prozent der Befragten planen im nächsten halben Jahr zu investieren - deutlich über zwölf Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr.



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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