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Das Zahlungsverhalten der sächsischen Unternehmen im 3. Quartal 2009

Sächsische Bauunternehmen mit guter Zahlungsmoral

Die Baufirmen im Freistaat Sachsen weisen im Vergleich der deutschen Länder ein sehr gutes Zahlungsverhalten auf. Die sächsische Bauwirtschaft belegt hinter der bayrischen den zweiten Platz. Im dritten Quartal 2009 ließen die Unternehmen das vereinbarte Zahlungsziel um durchschnittlich zwölf Tage verstreichen. Die Statistik berücksichtigte dabei nur Rechnungsbelege, die bereits überfällig waren. Der deutschlandweite Mittelwert für die Baubranche liegt bei knapp 14 Tagen über dem Zahlungsziel.


Zahlungsverhalten im Baugwerbe

Zahlungsverhalten in Sachsen 3. Quartal 2009

Zahlungsverhalten im Baugewerbe 03/2009 (754,00 kByte)


Sachsen: Konsumnahe Dienstleister zahlten am schnellsten

Sehr schleppend kamen die Unternehmen des Transport- und Logistiksektors ihren Zahlungsverpflichtungen im dritten Quartal 2009 nach. Gläubiger mussten knapp 16 Tage warten, bis der Schuldner eine bereits überfällige Rechnung bezahlte. Am schnellsten beglichen konsumnahe Dienstleister wie das Gastgewerbe oder Friseure ihre Lieferantenrechnungen. Nach Verstreichen des Zahlungsziels vergingen in dieser Branche noch rund zehn Tage, bis das Geld beim Gläubiger ankam.

BrancheÜberfälligkeit in Tagen 3. Quartal 2009Überfälligkeit in Tagen 2. Quartal 2009
Baugewerbe 12,0015,36
Chemie /
Kunststoffe
13,4613,52
Einzelhandel13,2913,38
Großhandel11,7514,75
Grundstoffe13,3714,98
Konsumgüter13,1113,61
Metall / Elektro11,9312,98
persönliche Dienstleistungen9,5510,46
unternehmensnahe Dienstleistungen12,5613,06
Verkehr u. Logistik15,9318,24
alle Wirtschaftsbereiche Sachsen12,42 14,13

Risikomanagement minimiert Zahlungsausfälle

In der Finanzkrise ist ein Punkt überdeutlich geworden: Risikomanagement hat auch für mittelständische Unternehmen längst eine überlebenswichtige Bedeutung erlangt. Die Gewährung von Lieferantenkrediten ist durch gestiegene Ausfallrisiken zu einem riskanten Geschäft geworden. Für die Unternehmen gilt es daher, den Geschäftsverkehr durch die Identifikation von Risiken beispielsweise mit Hilfe von Bonitätsauskünften zu optimieren.


Dresden, 14. Dezember 2009


Erläuterungen:

Grundlage für die Berechnung des Zahlungsverhaltens ist der Zahlungserfahrungspool ZaC von Creditreform, in dem inzwischen ca. 80 Millionen branchenübergreifende Zahlungserfahrungen über deutsche Unternehmen vorliegen. Die Überfälligkeit eines im ZaC-Pool gespeicherten Rechnungsbelegs wird in Tagen dargestellt und ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem vereinbarten Zahlungsziel und dem tatsächlichen Zahlungseingang.

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