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Insolvenzen, Neugründungen, Löschungen, Jahr 2008

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Insolvenzen in Deutschland

Zweimal jährlich - jeweils zum Ende eines Halbjahres - erscheint die Studie "Insolvenzen, Neugründungen und Löschungen in Deutschland".

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Creditreform erwartet 2009 bis zu 35.000 Unternehmensinsolvenzen

Dresden, 30.12.2008 - Für das kommende Jahr erwartet Creditreform ein Ansteigen der Unternehmensinsolvenzen auf 33.000 bis 35.000 Fälle. Auch bei den Verbraucherinsolvenzen werden die Fallzahlen wieder steigen: Auf bis zu 145.000 im Jahr 2009 schätzt die Creditreform Wirtschaftsforschung. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Das Jahr 2009 wird für die gesamte Wirtschaft ein schwieriges Rezessionsjahr werden. Die meisten Unternehmen müssen ihre Geschäftserwartungen deutlich nach unten revidieren, die Finanzierungssituation der Unternehmen wird sich verschlechtern, die Forderungsausfälle steigen und die Kreditversicherer ziehen sich aus Teilen des Marktes ganz oder teilweise zurück. Vielen bonitätsschwachen Unternehmen wird die geringere Nachfrage, gepaart mit einer eingeschränkten Kreditvergabe, Schwierigkeiten bereiten. Schon jetzt gibt ein Drittel der von Creditreform im November befragten Unternehmen an, dass für sie der Zugang zu Finanzmitteln seit dem Frühjahr 2008 schwieriger geworden sei.

In diesem Jahr haben knapp 30.000 (29.800) Unternehmensinsolvenzen die Gerichte in Deutschland beschäftigt - das waren 650 Fälle oder 2,2 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Verbraucherinsolvenzen hingegen nahmen zum ersten Mal überhaupt seit Einführung der Insolvenzordnung ab, und zwar um 6,5 Prozent auf 98.500 betroffene Personen.

Insolvenzgefährdete Branchen in 2009
Welche Wirtschaftsbereiche werden von der Krise erfasst werden und wer kann der allgemeinen Schwäche trotzen? Wie sich schon im zu Ende gehenden Jahr abzeichnete, werden insbesondere die Autoindustrie und die Zulieferbetriebe sowie die Autohändler den Abschwung spüren. Auch die Transport- und Logistikwirtschaft sowie viele unternehmensnahe Dienstleistungsbereiche, Call Center und Personalvermittlungsagenturen dürften unter merklich steigenden Insolvenzen zu leiden haben. Besser sehen die Aussichten für den Hochbau, den Maschinen- und Anlagenbau sowie die Elektroinstallationsbranche aus.

Die Schäden, die insolvente Unternehmen der Volkswirtschaft zufügen könnten, werden sich für das Jahr 2009 auf schätzungsweise 33 Milliarden Euro (2008: 29 Milliarden) summieren. Die Zahl der von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffenen Arbeitnehmer wird nach Creditreform Schätzungen auf 510.000 Personen steigen und damit deutlich über dem aktuellen Niveau von 447.000 Betroffenen liegen.

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