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Startseite » Pressemitteilungen »17.08.2009: Zahlungsverhalten Sachsen 02/2009

Das Zahlungsverhalten der sächsischen Unternehmen im 2. Quartal 2009

Wirtschaftskrise belastet Zahlungsmoral immer stärker - Freistaat gut behauptet

Der Freistaat Sachsen hat seinen guten Platz im Bundesländer-Ranking des Zahlungsverhaltens behauptet. Im zweiten Quartal 2009 mussten sich die Gläubiger säumiger Schuldner allerdings schon 14,1 Tage gedulden, bis die Rechnung beglichen wurde. Im Vorquartal ließen die sächsischen Unternehmen das vereinbarte Zahlungsziel nur um 13,3 Tage verstreichen. Innerhalb der ostdeutschen Länder weist die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns die beste Zahlungsmoral auf (13,9 Tage).

BundeslandZahlungsverzug
in Tagen
Veränderung zum
Vorquartal in Tagen
Schleswig-Holstein12,78+ 1,98
Bayern12,87+ 0,56
Hansestadt Hamburg13,14+ 1,46
Hansestadt Bremen13,67+ 1,64
Mecklenburg-Vorpommern13,86+ 1,38
Sachsen14,13+ 0,86
Baden-Württemberg14,55+ 0,51
Nordrhein-Westfalen14,56+ 0,68
Thüringen14,61+ 0,53
Niedersachsen14,72+ 1,58
Sachsen-Anhalt14,74+ 0,40
Hessen15,13+ 1,27
Saarland15,37+ 0,58
Brandenburg15,63+ 1,23
Rheinland-Pfalz16,12+ 1,50
Berlin16,41+ 2,61

Zahlungsverzögerungen bei Chemieunternehmen nehmen sprunghaft zu

Genau wie im Vorquartal weisen die Unternehmen des Transport- und Logistiksektors das schlechteste Zahlungsverhalten aller untersuchten Branchen auf. Ähnlich wie drei Monate zuvor warten die Gläubiger hier durchschnittlich gut 18 Tage auf ihr Geld. Am schnellsten kommen konsumnahe Dienstleister wie das Gastgewerbe oder Friseure ihren Zahlungsverpflichtungen nach.

Merkliche Verschlechterungen in der Zahlungsweise lassen sich in der chemischen Industrie und bei Einzelhändlern feststellen. In diesen Branchen werden Rechnungen mit einem mittleren Zahlungsverzug von 13,5 Tagen (plus 1,9 Tage) bzw. 13,4 Tagen (plus 1,5 Tage) bezahlt. Nicht verschlechtert hat sich die Zahlungsmoral der Konsumgüterhersteller. Wie im Vorquartal dauert es 13,6 Tage, bis die Unternehmen eine bereits überfällige Rechnung an die Lieferanten bezahlen.

ZaC Sachsen Q2_2009

Liquiditäts- und Forderungsmanagement minimiert Zahlungsausfälle

Die schwere Rezession belastet die Zahlungsfähigkeit der Kunden. Daher ist Risikobewusstsein das Gebot der Stunde im sächsischen Mittelstand. Nur so können drohende Liquiditätsengpässe vermieden und die eigene finanzielle Stabilität gesichert werden. Die zunehmenden Zahlungsverzögerungen und Forderungsverluste sprechen eine deutliche Sprache. Bonitätsurteile und Inkasso-Dienstleistungen bis hin zum Factoring werden immer dringlicher: sei es, um die Kreditwürdigkeit potenzieller Geschäftspartner zu bestimmen oder um Außenstände aus offenen Forderungen zu realisieren.


Erläuterungen:

Grundlage für die Berechnung des Zahlungsverhaltens ist der Zahlungserfahrungspool ZaC von Creditreform, in dem inzwischen ca. 80 Millionen branchenübergreifende Zahlungserfahrungen über deutsche Unternehmen vorliegen. Die Überfälligkeit eines im ZaC-Pool gespeicherten Rechnungsbelegs wird in Tagen dargestellt und ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem vereinbarten Zahlungsziel und dem tatsächlichen Zahlungseingang.

Links

Pfeil blau DRD-Index
Aktuelle Angaben zum Zahlungsverhalten in Deutschland

Pfeil blau 03.06.2009: Zahlungsverhalten Sachsen 01/2009

 

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