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Startseite » Pressemitteilungen »03.06.2009: Zahlungsverhalten Sachsen 01/2009

Das Zahlungsverhalten der sächsischen Unternehmen im 1. Quartal 2009

Sachsen im guten Mittelfeld

Das Zahlungsverhalten der sächsischen Unternehmen liegt im Ranking der 16 Bundesländer im Mittelfeld. Nachdem das vereinbarte Zahlungsziel verstrichen ist, müssen Gläubiger weitere 13,3 Tage auf ihr Geld warten. Bundesweit sind es 13,4 Tage. Innerhalb der ostdeutschen Bundesländer weisen nur die Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns (12,5 Tage) eine bessere Zahlungsmoral auf als die sächsischen Betriebe.

ZaC Sachsen Q1_2009 Abb1

Erhebliche Zahlungsverzögerungen im Verkehrs- und Logistiksektor

Das schlechteste Zahlungsverhalten im Freistaat weisen die Unternehmen des Verkehrs- und Logistiksektors auf. Rechnungen werden hier im Durchschnitt mit 18,2 Tagen Zahlungsverzug merklich schleppender beglichen als in den übrigen Branchen. Auch Bauunternehmen kommen ihren Zahlungsverpflichtungen verspätet nach. 14,6 Tage dauert es in dieser Branche, bis eine bereits überfällige Rechnung an die Lieferanten bezahlt wird.

Häufen sich nicht oder zu spät beglichene Rechnungen, kommen Lieferanten ohne ausreichend starke Rücklagen schnell in Liquiditätsnöte. Vorhandene Aufträge können dann nicht vorfinanziert werden. Zudem wird die finanzielle Substanz der Betroffenen angegriffen. Selbst leistungsfähige Unternehmen können dann in Existenznot geraten.

ZaC Sachsen Q1_2009 Abb2

Effektives Forderungsmanagement immer dringlicher

Um den steigenden Forderungsausfällen in den kommen-den Monaten zu begegnen, wird ein effektives Forderungs- und Liquiditätsmanagement immer dringlicher. Für die kleinen und mittleren Unternehmen heißt das u. a.: im Vorfeld die Bonität des Geschäftspartners prüfen, nach Leistungserstellung die Rechnung unverzüglich und mit konkreter Angabe eines Zahlungsziels versenden, das Mahnwesen professionalisieren - auch mit Hilfe externer Dienstleister - sowie bei unbekannten Geschäftspartnern das Limit für den Lieferantenkredit anpassen und im Zweifelsfalle auf Bar- oder Anzahlung bestehen.


Erläuterungen:
Grundlage für die Berechnung des Zahlungsverhaltens ist der Zahlungserfahrungspool ZaC von Creditreform, in dem inzwischen ca. 80 Millionen branchenübergreifende Zahlungserfahrungen über deutsche Unternehmen vorliegen. Die Überfälligkeit eines im ZaC-Pool gespeicherten Rechnungsbelegs wird in Tagen dargestellt und ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem vereinbarten Zahlungsziel und dem tatsächlichen Zahlungseingang.

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