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Schuldneratlas Sachsen 2007

Grafik zum Schuldneratlas Sachsen 2007 sowie Schuldnerquoten der sächsischen Landkreise
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SchuldnerAtlas 2007

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Schuldneratlas Sachsen 2007 - Leipzig fast 2,5 mal stärker überschuldet als Mittlerer Erzgebirgskreis

Dresden, 16.01.2008 - Wie im Vorjahr verteidigt Sachsen seinen drittletzten Platz in der deutschen Schuldnerhitliste. Lediglich in Baden-Württemberg und in Bayern sind noch weniger Menschen überschuldet als in Sachsen. Trotzdem wird auch in Sachsen die Kluft zwischen schuldnerarmen und schuldnerreichen Gebieten immer größer.

So weist Dauerschlusslicht Leipzig auch in 2007 mit 14,44 Prozent eine mehr als doppelt so hohe Schuldnerquote auf wie der Mittlere Erzgebirgskreis mit 6,38 Prozent.

Die Analyse von Creditreform zur Überschuldungssituation privater Verbraucher ergibt weiter, dass es auch auf Bundesländerebene gravierende Unterschiede gibt. Generell zeigt sich ein Süd-Nord-Gefälle. Auch gilt, dass die Schuldnerquoten in Kernstädten und Ballungsräumen höhere Werte aufweisen als in ländlichen Regionen.

Das bestätigt sich auch in Sachsen: die Überschuldung in Ballungsräumen wie Chemnitz, Plauen, Hoyerswerda, Zwickau oder Görlitz ist bedeutend höher als in ländlichen Regionen wie Stollberg, Kamenz, Annaberg, Vogtlandkreis, Sächsische Schweiz oder Meißen.

Auch die Dresdner können sich dem Schuldenzuwachs nicht entziehen und liegen in 2007 schon über der 10,5 Prozentmarke. Lediglich Zwickau kann als einziger Landkreis in Sachsen einen minimalen Rückgang der Schuldnerquote von 12,68 (2006) auf 12,66 Prozent (2007) verbuchen.

Schuldneratlas Sachsen 2007

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Laut dem aktuellen Schuldneratlas von Creditreform sind in diesem Jahr insgesamt 370.000 Menschen in Sachsen überschuldet - das entspricht einer Schuldnerquote von 10,01 Prozent. Damit sind die Sachsen im Vergleich zu den restlichen ostdeutschen Bundesländern zwar diejenigen mit der geringsten Überschuldung, doch auch hier hat im Vergleich zu 2006 die Zahl der überschuldeten Privatpersonen zugenommen.

Sucht man nach Ursachen für die Überschuldung, ist deutschlandweit jeder zweite Fall auf Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Scheidung zurückzuführen. Auffällig bleibt der hohe Anteil von Überschuldungsfällen, die durch Konsumverhalten ausgelöst bzw. verursacht wurden. Demnach gerieten insgesamt rund eine Million Schuldner durch ein übermäßiges, zumindest nicht angemessenes Konsumverhalten in die Schuldenspirale.

Die Analyse nach Überschuldung und Geschlechtszugehörigkeit ergab im Vorjahr, dass Überschuldung überwiegend „Männersache" ist. Die Detailanalysen nach Altersgruppen in 2007 zeigen aber, dass insbesondere in der Gruppe der 20- bis 29-jährigen Frauen ein zumindest überdurchschnittlicher Anstieg der Schuldnerquoten zu beobachten ist.

Rund zwei Drittel aller Schuldner sind Männer, etwa ein Drittel (34 Prozent) sind Frauen. „Die Analyse der Überschuldung nach Alter bestätigt den im letzten Jahr genannten, bedenklichen Trend: Überschuldung wird immer jünger", so Thomas Schulz, Prokurist bei Creditreform Dresden.

Auch Schichtzugehörigkeit und Lebenshaltung (als Ausdruck von Werten und Grundorientierung) korrespondieren deutlich mit der Bereitschaft sich zu verschulden. Überschuldung ist daher in jenen Milieus stärker ausgeprägt, die sich durch eine tendenziell materialistische oder hedonistische Grundhaltung auszeichnen. So sind die Konsummaterialisten bestrebt, den Anschluss an die Konsum-Standards der breiten Mitte nicht zu verlieren. „Trotz geringen Einkommens lassen sich viele Jugendliche von der multimedialen Gesellschaft (z.B. Handys, SMS, I-Pod, Playstation) so verführen, dass sie sich immer weiter überschulden", so Schulz weiter.

(Zeichen: 3.486)

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